Kleidung,  Nähen

Vom #swag zum Colorblocking Shirt

Stoffreste gleich zuschneiden und vernähen – das ist eine gute Strategie, wenn man verhindern will, dass die Restekiste überläuft. Nachdem ich mein letztes Projekt abgeschlossen hatte, blieb ein kleiner Rest grauer Jersey übrig. In Kombination mit zwei weiteren Stoffen ist ein tolles Colorblocking-Shirt für meine Capsule Wardrobe entstanden.

Wohin mit den Stoffresten?

Volle Stoffkisten und Schränke prägen gerade das Bild meines Nähzimmers. Anfang des Jahres habe ich meine Stoffe ordentlich sortiert und festgestellt, was für Schätze ich über die Jahre angesammelt habe. Daher habe ich mir vorgenommen: Dieses Jahr baue ich meinen Stoffvorrat ab und kaufe erst wieder Neues, wenn Platz dazu da ist.

Von meinem grauen Shirt #swag war nach dem Zuschnitt noch ein Rest übrig, den ich sofort verarbeiten wollte. Schließlich soll auch die Restekiste nicht voller, sondern leerer werden. In besagter Restekiste befanden sich noch zwei weitere Jerseys in blau und rosa, die super zu dem Grau passten. Sofort kam mir die Idee zu einem Colorblocking-Shirt.

Farben beim Colorblocking-Shirt kombinieren

Colorblocking-Shirts sind unglaublich schön! Allerdings finde ich es schwer, Farben passend zu kombinieren. Bis vor kurzem war mir zum Beispiel nicht bewusst, dass Rosa und Blau Farben sind, die gut miteinander harmonieren. Aufmerksam wurde ich darauf erst, als ich bei Hilli Hiltrud einen Beitrag zum Thema Farb- und Stilfindung gelesen habe. Zum Farbtyp “Sommer” (dem ich vermutlich angehöre) passen rosa und blau sehr gut und das Farbschema hat mich zu diesem Shirt inspiriert.

Die Anordnung der Farben fiel mir dann nicht mehr schwer: Die hellste Farbe – also Rosa – sollte in die Mitte. Weil ich gerne graue Jeans trage, sollte Blau nach ganz unten, damit das Grau der Hose nicht ans Grau des Shirts grenzt. So harmonieren die Farben in dem Outfit besser miteinander.

Colorblocking-Shirt nähen

Die Passform des #swags hat mich überzeugt, daher durfte es als Grundschnitt für das Colorblocking-Shirt herhalten. Genäht habe ich das Shirt wieder in Größe 36. Vor dem Zuschnitt habe ich auf den Schnittbögen für Vorder- und Hinterteil die Linien für die Unterteilungen eingezeichnet: Die obere Linie habe ich sieben Zentimeter unter dem Ärmelloch eingezeichnet. Das mittlere Teil ist 20 Zentimeter hoch. Die Schnittbögen habe ich dann in drei Teile zerschnitten und beim Ausschneiden des Stoffes noch 0,7 Zentimeter Nahtzugabe eingerechnet.

“Schummelbündchen”

Obwohl ich bei meinem letzten #swag so viel Erfolg mit der Zwillingsnadel hatte, wollte ich für dieses Shirt etwas Neues ausprobieren. Ich habe zum ersten Mal ein “Schummelbündchen” mit der Overlock genäht. Ich habe an den Ärmeln einen Zentimeter und am Saum zwei Zentimeter mehr Saumzugabe hinzugegeben und den Saum nach einer Anleitung von Sewsimple genäht. An den Ärmeln gefällt mir das Ergebnis sehr gut. Genau wie das Halsbündchen habe ich den Saum dort noch abgesteppt. Am unteren Saum hat mich das Bündchen allerdings gestört. Der Stoff fällt nicht mehr so schön und das Bündchen klappt nach oben. Also habe ich das Bündchen wieder abgeschnitten und den Saum doch wieder mit der Zwillingsnadel genäht. Zum Glück war das Shirt etwas länger als nötig, so dass es nun trotzdem eine gute Länge hat.

Fazit

Mit dem Colorblocking-Shirt zieht endlich mehr Farbe in meinen Kleiderschrank. Ich freue mich schon sehr darauf, es im Sommer ganz viel zu tragen.

Das schöne, frühlingshafte Wetter habe ich heute genutzt, um das Shirt unter den blühenden Kirschbäumen im Knooper Weg zu fotografieren. Danke an Bente für das spontane Treffen und die Fotos.

Aus den “Resten von den Stoffresten” habe ich übrigens ganz viele Socken zugeschnitten und im Rahmen des Live-Sewalongs von Einfach Nähen und Hilli Hiltrud genäht. Vom Ergebnis berichte ich euch in einem der nächsten Beiträge.

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